Durchgangszentren (DZ)
Die Asyl Suchenden reichen in einer der Empfangsstellen (Basel, Chiasso,
Kreuzlingen, Vallorbe) ein Gesuch ein. Nach ca. einem Monat werden sie den
verschiedenen Kantonen zugeteilt. Der Verteilschlüssel entspricht der
Bevölkerungsdichte der Kantone.
So ist der Kanton Bern verpflichtet, 13.5 % der Asyl Suchenden
aufzunehmen. Nach ihrer Ankunft im Kanton werden sie vom Migrationsdienst (MIDI) an die beiden für die
Durchgangszentren der 1. Phase verantwortlichen Organisationen, Heilsarmee
und ABR, verteilt.
Wir sind verantwortlich für sieben Durchgangszentren, drei Zivilschutzanlagen
und drei Sachabgabezentren. Diese befinden sich im Berner Jura, im Berner
Oberland, im Seeland und in Biel. Sie beherbergen rund 800 Asyl
Suchende.
Die Zentren spielen eine wichtige Rolle. Hier lernen die Asyl Suchenden die
ortsübliche Sprache und werden mit unserer Kultur vertraut gemacht. Sie
bereiten sich auf einen eventuellen Wechsel in eine Wohnung (PAG) vor oder müssen sich mit der Rückkehr oder
Weiterwanderung befassen.
Der Aufenthalt dauert von einigen Monaten bis zu einem Jahr. Verschiedene
Faktoren bestimmen die Dauer:
- der Stand des Asylverfahrens
- die familiäre Situation
- der Gesundheitszustand
- die finanzielle Selbständigkeit
